Wissenschaft und struktureller Komplexitätszuwachs

5 Formen des Umgangs von Wissenschaft mit strukturellem Komplexitätszuwachs:

  1. Veränderung in der Beobachtung der Umwelt (Fremdzuschreibung): Unsicherheitsunterstellung / neue Unübersichtlichkeit
  2. Veränderung in der Selbstbeschreibung: Unterscheidung von Normalität und Atypik. Bsp: Phänomen der Unterstellung prekärer Beschäftigungsverhältnisse an Universitäten
  3. Verstärkung von Selektionsmechanismen: Größere Fokussierung auf Qualifikationsvoraussetzungen (Promotion / Habilitation); Konkurrenz um Stellen, Forschungsprojekte und Finanzierung.
  4. Differenzierung: Aufgliederung in nicht integrierbare Spezialinteressen
  5. Beschwerden/Forderungen nach vermeintlich Komplexitätsbewältigender Voraussetzungen (in der Regel: staatliche Finanzierung)

Umgang von Wissenschaft mit Komplexitätszuwachs